Aufgabe und Selbstverständnis

Die Deutsche Vereinigung für Jugendgerichte und Jugendgerichtshilfe hat es sich in § 2 ihrer Satzung zur Aufgabe gemacht, "die mit der Jugendkriminalität zusammenhängenden Fragen unter Berücksichtigung der wissenschaftlichen Erkenntnisse und praktischen Erfahrungen zu erörtern und ihre Lösung zu fördern. Sie will ein Forum für die fachliche, fachpolitische und öffentliche Diskussion in der Jugendkriminalrechtspflege sowie der Jugendkriminal- und Jugendhilfepolitik sein".

Die 1917 in Berlin gegründete Vereinigung setzt sich aus Vertretern aller an der Jugendgerichtsbarkeit beteiligten Berufe zusammen. Sie ist kein berufsständischer Zusammenschluß, sondern wendet sich als Fachverband bei der Erfüllung ihrer Aufgaben besonders der für die Jugendgerichtsbarkeit gebotenen interdisziplinären Zusammenarbeit zu.

Die DVJJ fungiert als ein unabhängiges Fach- und Beratungsorgan für kriminal-politische und praxisrelevante Fragestellungen der Jugendkriminalrechtspflege. Durch Erstattung von Gutachten, Stellungnahmen und Ausarbeitung von Gesetzesentwürfen übt sie Einfluß auf die Gestaltung und Reform des gesamten Jugendstrafrechts aus.

Eine Hauptaufgabe der Vereinigung besteht in der Aus- und Fortbildung der in der Jugendkriminalrechtspflege Tätigen. In fast allen Bundesländern haben sich die Mitglieder der DVJJ zu Regional- und Landesgruppen zusammengeschlossen, um die speziellen Fragen und Probleme der jugendstraflichen Praxis ihres Bereiches zu erfassen und zu erörtern. Dadurch war es verstärkt möglich, neben den von der DVJJ durchgeführten überregionalen Tagungen (z.B. dem alle drei Jahre stattfindenden Deutschen Jugendgerichtstag) Veranstaltungen auf regionaler Ebene durchzuführen und den Erfahrungsaustausch in der Praxis zu fördern.

Neben einer Schriftenreihe gibt die DVJJ für ihre Mitglieder eine vierteljährig erscheinende Fachzeitschrift für Jugendkriminalrecht und Jugendstraffälligenhilfe heraus. Die ZJJ wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert und ist im übrigen als eingetragener, gemeinnütziger Verein zur Finanzierung ihrer Arbeit auf Mitgliedsbeiträge, Spenden und Geldbußen angewiesen.

Letzte Änderung dieser Seite: 
07.10.2015

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"Doch wehe, wehe, wenn ich auf das Ende sehe!"

Kriminalität und andere Risikofaktoren im Kindesalter als Herausforderung für Jugend- und Familiengerichte sowie der Jugendhilfe.

Freitag, den 04. November im Justizzentrum Magdeburg